Semesterferien! Heute die letzten zwei Klausuren hinter mich gebracht und jetzt erstmal wieder Zeit für ein paar wirklich (!) wichtige, intelektuelle Gedanken. Die Zeitschrift “Neon”, gern gelesen von Studenten aller Coleur, hat einen Artikel zum Thema “Was ist Kompromiss in einer Beziehung und wann fängt Selbstaufgabe an” veröffentlicht.
Ich fand das wirklich sehr interessant und es hat mich dazu angeregt, mal über das Thema nachzudenken.
Gerade, wenn man sehr unterschiedlich ist, wie es bei Mister Unright und mir der Fall ist (ich komme gleich noch dazu wie gravierend der Unterschied wirklich ist!), fragt man sich oftmals, in wie weit man sich an den Partner anpassen muss, ob man sich überhaupt anpassen muss.
Mister Unright zum Beispiel trägt gerne absolute Mainstream-Klamotten, teilweise von Marken wie s.Oliver und G-Star. Er gelt sich seine Haare und hat einen riesigen Freundeskreis, bestehend hauptsächlich aus Männern, die am liebsten Fußball gucken und ihre Freundinnen nicht so gerne zum Feiern mitnehmen.
Ich hingegen kaufe meine Klamotten bei H&M und laufe gerne mal ausgeflippt rum (habe einen Hang zu allem, was auffällt). Meine Haae sehen meistens aus, als sei der Föhn explodiert und meine guten Freunde kann ich an einer Hand abzählen.
Während Mister Unright nur selten mal anruft und von sich aus “Ich liebe dich!” sagt, bin ich absolut harmoniebedürftig. Gibt es Unstimmigkeiten, verlegt sich Mister Unright aufs schweigende Brüten, während ich gerne zicke und laut werde.
Mister Unright wohnt zuhause bei seinen Eltern und ist ein verzogener Macho, der gerne mal durchblicken lässt, dass er kochen als Aufgabe der Frau ansieht. Ich wohne noch bei meinen Eltern, aber bin es gewohnt, nichts zu essen zu bekommen und mich von McDonalds zu ernähren.
Mister Unright sieht sich selbst gerne als ganzen Kerl, der sich keine Blöße geben darf, während ich gerne durch einzelne Rollen hüpfe, am liebsten jeden Tag jemand anderes wäre, von geheimnisvoller Femme fatale bis hin zu burschikosem Jungen.
Und trotzdem habe ich das Gefühl, das gerade diese Unterschiede zwischen uns sich auf seltsame Weise ergänzen, wir beide vielleicht etwas lernen können durch den anderen.
Gegensätze ziehen sich zwar an, aber oftmals ist es besser, das nicht zu versuchen
Wenn ich das so lese, klingt das für mich nach einem verwöhnten Milchbubi – der es sich anscheinend im Hotel Mama richtig gut gehen lässt.
Ganz ehrlich? Wenn ich das alles so lese – wäre ich schon längst weg.
Sich Anpassen heißt, dass beide Seiten Kompromisse machen aber mir scheint, dass bei euch nur du diese Zugeständnisse machen muss.
Nebenbei bemerkt: Ich kaufe auch bei C&A oder Woolworth
ich glaube, ich habe das ein bisschen drastischer dargestellt als es wirklich ist… deswegen kam es irgendwie negativ rüber
er ist keineswegs ein markenfetischist und auch kein fauler macho… er ist einfach nicht so übersensibel wie manche männer heutzutage meinen, dass sie sein müssen, weil wir frauen sie sonst nicht mögen.
ich habe wirklich nichts an mister unright auszusetzen, auch wenn das vielleicht im eintrag zu rüberkam. bis jetzt hat auch er so einige kompromisse für mich gemacht!